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A United States Marine Corps helicopter is seen flying through this scene of the full moon and the U.S. Capitol on Tuesday, Feb. 7, 2012, from Arlington National Cemetery. Image Credit: NASA/Bill Ingalls...
08 Feb 2012
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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 10. September 2008 um 20:27 Uhr

Echolink- Amateurfunk mit Voice über IP



EchoLink - was ist das?

EchoLink ist eine PC-Software speziell für Funkamateure, die es diesen ermöglicht, weltweit via Internet mit einander zu kommunizieren. Es gibt dabei drei Möglichkeiten, an EchoLink teilzunehmen.

Als Relais:

Ein normales Relais (meist VHF/UHF, vereinzelt auch HF) wird über ein spezielles Interface und die Soundkarte an einen PC angeschlossen. Alle Signale, die aus dem Internet an das EchoLink-System geschickt werden, können nun am Relais ausgegeben werden und umgekehrt. In der Praxis steht am Relais-Standort häufig kein Internetanschluss zur Verfügung. In diesem Fall wird das Relais nicht direkt angebunden, sondern man stellt an einem geeigneten Standort eine Station auf, die - wie ein normaler Funkamateur - die Ausgabe des Relais empfängt und an das Internet weitergibt und die Signale aus dem Internet auf der Relais-Eingabe sendet. Die PTT wird vollautomatisch über das Interface vom PC gesteuert.

Als Link / Gateway:

Ein Link funktioniert prinzipiell ähnlich dem bereits beim Relais beschriebenen Verfahren. Einziger Unterschied: Beim Link (auch Gateway genannt) wird ein einfacher Transceiver auf einer Simplex-Frequenz betrieben. Dieser Transceiver gibt ebenfalls die EchoLink-Signale auf seiner VHF-/UHF-Frequenz aus und leitet die auf dem HF-Weg empfangenen Signale ins Internet weiter. Die PTT-Steuerung erfolgt hier ebenfalls vollautomatisch mittels Interface.

Für solche Links sind in DL derzeit die folgenden Frequenzen vorgesehen: 144,975, 144,9625, 430,025, 430,050 MHz. Als Rufzeichen für automatisch arbeitende EchoLink-Stationen vergibt die Bundesnetzagentur seit 2004 Rufzeichen aus dem Block DM0Zaa..DM0Zzz bzw. für Inhaber der Lizenzklasse E gleiche Suffixe mit dem Präfix DO.

Als User:

Jeder Funkamateur, der über einen PC sowie Internetzugang verfügt, hat auch die Möglichkeit, sich mit seinem PC direkt in das EchoLink-Netzwerk einzuklinken. Von dort aus kann er Verbindungen zu Relais, Links oder auch anderen PC-Nutzern aufbauen. Hierdurch unterscheidet sich EchoLink deutlich von anderen Systemen wie IRLP, die zwar ebenfalls eine Vernetzung von Relais via Internet vorsehen, das direkte Kommunizieren von Funkamateuren ohne HF-Weg aber ablehnen. In der Tat stellt sich natürlich die Frage, ob es noch viel mit Amateurfunk zu tun hat, wenn zwei Personen, ob mit oder ohne Amateurfunklizenz, mittels PC-Software und via Internet kommunizieren. Diese Frage soll hier aber nicht weiter diskutiert werden. Stattdessen wollen wir uns in der Hauptsache auf die Nutzung von HF-Einstiegen für EchoLink, also Relais und Links, konzentrieren und die Nutzung mittels eigenem PC weitgehend außer acht lassen. Der technische Ablauf, ob nun via HF oder PC, ist aber ohnehin in vielen Punkten der gleiche...

Die PC-Software EchoLink von K1RFD ist frei erhältlich. Nach der Installation muss sich die/der YL/OM mit dem eigenen Rufzeichen anmelden, welches anschließend manuell überprüft wird. Nach erfolgreicher Überprüfung (bei frisch gebackeneren HAMs oder solchen, die nicht im Callbook stehen wollen, kann es notwendig sein, die eigene Lizenz nachzuweisen, z.B. als JPEG-Bilddatei per E-Mail) ist man dann für EchoLink freigeschaltet und kann loslegen. Die Software selbst läuft unter Windows (experimentelle Linux-Entwicklungen sind mittlerweile ebenfalls verfügbar) und benötigt neben dem genannten Betriebssystem nur noch eine Soundkarte mit Zubehör (am besten ein Headset, Lautsprecher und Mikrophon sind wegen des Wechselsprechbetriebs aber auch möglich) und natürlich eine Internetverbindung. EchoLink ist dabei nicht sehr wählerisch: bereits eine ordentliche Modem-Verbindung reicht für die Kommunikation aus, ISDN und DSL sind selbstverständlich ebenfalls mehr als ausreichend. Alle drei Arten von Zugängen melden sich nach dem Start Ihrer Software bei den EchoLink-Servern an. Von diesen Servern erhalten sie dann eine Liste mit allen Stationen (Relais, Links, Usern und Konferenzen, die wir jetzt aber nicht weiter beachten wollen), die gerade online sind. Übermittelt wird jeweils das Rufzeichen, der Standort sowie die sog. Node-Nr. Die Node-Nr., die jeder Station bei der Registrierung zugewiesen wird, immer gleich bleibt und vier- bis sechsstellig sein kann, ist wichtig, damit man die Station per DTMF-Kommando erreichen kann (s.u.). Wird dann zwischen zwei Stationen eine Verbindung aufgebaut, so erfolgt dieser Verbindungsaufbau direkt zwischen den beiden Computern und nicht via Server, wie man vielleicht denken könnte. Die Server dienen lediglich dazu, den Teilnehmern am EchoLink jeweils genau sagen zu können, wer online ist und unter welcher IP-Adresse dieser z.Zt. im Internet surft (diese Angabe wird im Hintergrund vom Programm benötigt).

Wie funktioniert es technisch?

Aus Platzgründen kann an dieser Stelle nicht detailliert auf den technischen Ablauf einer EchoLink-Verbindung eingegangen werden. Für den technisch Interessierten daher nur soviel: Die Verbindungen in EchoLink werden über ein Voice over IP Protokoll abgewickelt, wie es sich auch beim Telefonieren via Internet wachsender Beliebtheit erfreut. Aufgrund der relativ geringen Sprachqualität eines HF-Signals gemessen an dem, was Soundkarten zu leisten im Stande sind, kann das Signal stark komprimiert übertragen werden. Hieraus resultieren relativ geringe Datenmengen, welche EchoLink auch bei langsameren Internetanbindungen wie bspw. einem Modemzugang mit 28.800 Baud ermöglichen. Die Verbindungen zwischen den am QSO beteiligten EchoLink-Stationen werden stets direkt von PC zu PC, also ohne Zuhilfenahme eines Servers, hergestellt. Benutzer von Firewalls oder Routern müssen stets darauf achten, dass die für EchoLink benötigten Ports freigegeben sind (vgl. EchoLink-Anleitung)!

Ich suche einen HF-Einstieg - was tun?

HF-Einstiege, egal ob Relais oder Links, sind in einer immer größeren Zahl auf der ganzen Welt verteilt. DL nimmt dabei nach den USA einen Spitzenplatz ein und beinahe täglich kommen neue Einstiege hinzu. Eine immer aktuelle Liste mit allen Einstiegen (auch derer, die gerade nicht online sind) zu finden ist daher nicht ganz leicht, zumal manche Systeme auch nach einiger Zeit wieder teilweise oder ganz verschwinden, sich jedoch in aller Regel nicht abmelden und daher in vielen Listen weiterhin geführt werden. Das beste Kartenmaterial mit umfangreichen Suchfunktionen findet man wohl auf den DARC-EchoLink-Seiten von Thomas Beiderwieden, DL3EL. Gutes Material gibt es außerdem auch auf den Seiten von DM0ZAA aus Düsseldorf. Auf diesen Seiten sollte man alles finden, wenn man am Heimat- oder Urlaubsort einen Einstieg ins EchoLink-Netz sucht, um z.B. vom Urlaubs-QTH aus die Daheimgebliebenen zu grüßen, auch ohne den Kurzwellendipol über den Swimmingpool spannen zu müssen.

Ich habe einen HF-Einstieg - wie nutzen?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass alle EchoLink-Gateways, egal ob Relais oder Links, mit DTMF-Tonfolgen gesteuert werden. Solche DTMF-Töne kann man auf verschiedene Art und Weise erzeugen: Am einfachsten natürlich mit einem DTMF-Mikrophon für den eigenen Transceiver oder, bei einem Handfunkgerät, mit der eingebauten DTMF-Tastatur. Hat man keine dieser beiden Möglichkeiten, so tut es auch ein guter externer DTMF-Geber. Diese bekommt man z.B. als Fernabfragesender für wenige Euro im Telekom- oder Elektro-/Bastelfachhandel (in Osnabrück z.B. bei dem bekannten Elektronikladen mit den drei Buchstaben). Hält man diesen Geber dann in einem passenden Abstand zum Mikrophon und werden die Töne vom Mike sauber übertragen, so steht einem EchoLink-QSO nichts mehr im Wege. Auch der PC kann beim Geben von DTMF-Tönen eine Hilfe sein: die Töne lassen sich mittels frei erhältlicher Programme einfach über die Soundkarte ausgeben. Auch bei diesem Verfahren muss das Transceiver-Mikrophon dann in die Nähe des Lautsprechers oder auf den Kopfhörer gehalten werden. Personen, die Ihren PC mit dem Transceiver verbunden haben, z.B. für SSTV oder PSK31, können natürlich auch gleich den direkten Weg von der Soundkarte zum TRX nutzen... Egal, wie Sie die DTMF-Töne nun erzeugen, welche genau Sie erzeugen müssen, hängt vom jeweiligen EchoLink-System ab. Fast immer gilt aber wohl folgendes:

Möchten Sie eine Verbindung zu einer Station aufbauen, geben Sie einfach die vier- bis sechsstellige Node-Nr. derjenigen Station ein. Manche EchoLink-Einstiege benötigen als Präfix vor der Node-Nr. noch etwas anderes, etwa ein A oder ein *, dies ist aber eher die Ausnahme, weshalb Sie es im Zweifel erst einmal ohne ein Präfix versuchen sollten. Möchten Sie eine Verbindung trennen, so geschieht dies mit der Raute bzw. dem Nummernzeichen (#). Die Eingabe von # beendet dabei die jeweils zuletzt aufgebaute Verbindung. Ist das EchoLink-System mit mehreren Stationen verbunden, können mit ## alle Verbindungen gleichzeitig beendet werden. Wenn Sie wissen möchten, ob das EchoLink-System gerade verbunden ist, können Sie den Status abfragen. Dies funktioniert zumeist mit der Eingabe von 08. Informationen über das EchoLink-System sollten Sie mit der *-Taste erhalten.

Es gibt keinen HF-Einstieg - was nun?

Ist kein HF-Einstieg vorhanden, so bleibt nur die Nutzung via PC. Wie Sie die Software installieren können, darauf sind wir ja oben bereits kurz eingegangen. Gute Informationen zur Bedienung der Software in deutscher Sprache finden Sie auf der Webseite von HB9DWW. Da dort eigentlich bereits alles wissenswerte steht, verzichten wir an dieser Stelle auf weitere Ausführungen. Gesagt sei aber noch, dass die Bedienung der EchoLink-Software alles andere als schwierig ist und sich jeder Nutzer, auch mit geringerer PC-Erfahrung, schnell in die Software einfinden kann.

Aktualisiert ( Freitag, den 10. Oktober 2008 um 16:06 Uhr )
 

Echolink Status

Node: 49069 (DB0OSN-R)
Status: ONLINE